4 Fragen an: Luzie Mülsch

06 May 2022 | 11:00 am | Lesedauer: 1 Min.

Luzie Mlsch

Ich bin Luzie Mülsch. Ich arbeite seit bald zehn Jahren als Rechtsanwältin im Bereich Gesellschaftsrecht. Selbstständig bin ich seit letztem Jahr. Davor habe ich zuerst in internationalen Großkanzleien gearbeitet und zuletzt bei einem Asset Manager, der landwirtschaftliche Projekte in Südamerika betreut hat. 

Warum hast Du Dich selbstständig gemacht? 

Ich habe mich selbstständig gemacht, weil ich ein sehr freiheitsliebender Mensch bin, der die Abwechslung und das Abenteuer braucht und ich mich nach den Turbulenzen der Corona-Zeit endlich getraut habe, diesen Schritt zu gehen.

Wie hat sich Dein Leben seither verändert? 

Ich habe viel mehr Freiheit und Aufregung in meinem Leben und die Arbeit macht mir insgesamt mehr Spaß. Jedes Projekt ist ein Neuanfang. Man lernt neue Leute und Geschäftsbereiche kennen, muss sich neu einarbeiten. Klar ist auch jedes Mal ein bisschen Aufregung dabei. Meine Erfahrung mit den Auftraggebern war dabei immer positiv. Sehr schnell baut man neue Beziehungen auf, so dass man schon fast etwas traurig ist, wenn ein Projekt vorbei ist, aber ein neues Projekt wartet schon um die nächste Ecke...

Die Zeiten, in denen ich kein Projekt habe, reise ich oder gehe anderen Tätigkeiten nach, zu denen ich schon immer Lust hatte. Seitdem ich mich selbstständig gemacht habe, habe ich sehr viel erlebt. 

Auch finanziell hat es sich gelohnt. Meine Erfahrung ist, dass der Bedarf an RechtsanwältInnen gerade sehr groß ist und jetzt eine gute Zeit für RechtsanwältInnen ist, sich selbstständig zu machen.

Welche(n) Tipp(s) möchtest Du anderen Projektjuristen geben? 

Make the most if it. 

Das gilt sowohl für die Zeiten, in denen man ein Projekt hat. Ich empfehle jedem Projektjuristen, soweit es ihm möglich ist, in das Projekt einzutauchen, das Team kennen zu lernen, Kontakte zu knüpfen, sich mit dem Unternehmen und seinem Geschäftsbereich vertraut zu machen, auch in andere Unternehmensbereiche reinzuschauen. Als Projektjuristen arbeiten wir viel im Homeoffice und manchmal vermisst man die KollegInnen.

Für die Zeiten, in denen man kein Projekt hat, empfehle ich, Dinge auszuprobieren, die man schon immer einmal tun wollte. Ich zum Beispiel unterrichte nebenbei noch an einer Fachhochschule für ErzieherInnen und hab gemerkt, dass mir das auch Spaß macht.

Was war Dein Berufswunsch als Kind? 

Ich wollte eigentlich immer Bäuerin werden, da ich die Natur und Tiere sehr liebe. Im Kleinen lebe ich das vielleicht jetzt aus: Ich wohne in Berlin in einem Mietshaus und bepflanze nun den Hinterhof mit meinem Nachbarn. 

 

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